Resümee Tageskurs „Entspannungsübungen für Mensch und Pferd“

Bei strahlendem Sonnenschein fand am 18.6.2016 am Reiterhof Hofstätten in Desselbrunn mein erster Kurs über Entspannungsübungen für Mensch und Pferd statt. 11 Teilnehmer lauschten am Vormittag interessiert der Theorie: Essentielles Wissen über das Pferdeverhalten wurde aufgefrischt und neue Erkenntnisse, wie beispielsweise das Reiz-Reaktionsschema, vermittelt. Die Power-Point-Präsentation bestand aus sich ergänzenden, praktischen Übungen wie der Yogaatmung, welche die Kursteilnehmer auch gleich selber ausprobieren konnten: Mit der Hand auf dem Bauch wurde tief in den Bauchraum eingeatmet, bis in die Lungenspitzen; und anschließend langsam wieder ausgeatmet. Das Ziel eine fühlbare geistige als auch körperliche Entspannung. Nach einer gemütlichen Mittagspause und ergänzenden Informationen zur Theorie, starteten wir in den frühen Nachmittagsstunden mit dem Praxisteil. Streichungen (Effleurage) am Pferdekörper, TTouch-Kreisungen am Pferdeohr und am Kronrand, sowie einfache Clicker-Übungen zur Unterstützung der physischen und psychischen Gelassenheit rundeten das Programm ab. Zum Ende des Tages lockerten wir unsere Muskulatur noch bei einer Einheit ‚Progressive Muskelrelaxation‘ für den Menschen.
Ich danke allen Teilnehmern für ihr Vertrauen und die motivierenden Fragen! Es ist so schön zu sehen, dass man etwas im Umgang zwischen Pferd und Mensch verändern, aber auch eingefahrene Einstellungen überdenken kann.

Teilnahme am Clickerkurs von Babette Teschen

Jedes Jahr ein Fixtermin für mich: Babette Teschen in Pennewang.
Ob Clickertraining oder ihr legendärer Longenkurs – Eine Teilnahme zahlt sich immer aus. Dieses Jahr entschied ich mich für den Clickerkurs, denn ich wollte schon länger an der Verfeinerung dieses wertvollen Trainingsmittels arbeiten und neue Ideen sammeln. Auch erhoffte ich mir insgeheim weitere Lösungsansätze für das Verladeproblem meiner Stute, aber dazu später mehr.
Einerseits bewundere ich die Ruhe und Gelassenheit, welche Babette auch bei jungen oder unruhigen Pferden in jeder Situation ausstrahlt, andererseits bekomme ich dort so viel neues Input, das ich selber versuche Zuhause und auf meinen eigenen Kursen umzusetzen. Heuer stellte diese gedankliche Anregung mitunter das Target dar. Das Target, es kann wie eine überdimensionale Fliegenklatsche aussehen, soll für das Pferd ein Objekt darstellen, welches bei Berührung die positive Verstärkung konditionieren soll. Auch üblicherweise stressige Situationen wie das Verladen oder der Hufschmied können so trainiert und „entkrampft“ werden. Für mich bedeutet dies, dass ich meine Stute zuerst an das Target gewöhnen werde und wir uns dann nach und nach an den Anhänger herantasten. Jedes Entgegenkommen wird belohnt, bis schließlich das Pferd völlig freiwillig in den Hänger einsteigt. Soweit zur Theorie – Ich werde euch über unser Training am Laufenden halten… 🙂
Babette geht auf alle gestellten Fragen genauestens ein und erklärt Schritt für Schritt den Weg.
Insgesamt wurden an diesem Tag sechs verschiedene Pferde vorgestellt: Vom Jungspund bis zum erfahrenen Clickerprofessor war alles vertreten und ermöglichte auch uns Zuschauern einen tollen Einblick.
Ein Highlight bildete die von Michi und Sanna präsentierte Hoola-Hoop-Showeinlage, bei der Sanna sich selbstständig den Reifen über den Kopf zog und wieder fallen ließ. Doch auch die anderen Pferde zeigten alle eine prima Leistung und waren von Anfang an zugänglich für das Clickern. Ohne ins Betteln zu verfallen, wurden an diesem Tag schon kleine Lektionen wie das Kompliment erarbeitet, denn das richtige Timing und die Grunderziehung sind Voraussetzung für diese Trainingsmethode, wenn nicht sogar der wichtigste „Baustein“ des Clickerns.

Organisiert wurde die Veranstaltung wieder von SeminArt, Claudia Wobornik. Vielen Dank Claudia, dass du immer wieder so tolle Trainer und Referenten findest, vor allem aber diese auch nach Oberösterreich holst.