Teilnahme am Hufbearbeitungskurs von Fritz Stockinger

Im Mai absolvierte ich einen Hufbearbeitungskurs von Fritz Stockinger am Zimtsternhof in Freistadt. Im theoretischen Teil am Vormittag wurden uns die Basics eines gesunden Bewegungsablaufes, aber vorallem eines gesunden Barhufes vermittelt. Am Nachmittag wurde an toten Hufen mit unterschiedlichen Fehlstellungen gearbeitet: Flache Hufe, Zwanghufe, zu lange Zehen und andere unphysiologische Hufformen durften wir mit Messer, Feile und Zange bearbeiten . Mit einer gewissen Skepsis nahm ich also das tote Pferdebein in meine Hände und legte los und schon nach kurzer Zeit (sowie ein paar Verbesserungen in der Handhabung des Werkzeugs), konnte ich deutliche Veränderungen an der Hufkapsel meines Testhufes feststellen: Die zu hohen Trachten und der Kronenzwang wurden minimiert.  Im Klartext heißt das: Wäre der Huf noch am Pferd gewesen, würde dieses, nach nur einer sorgfältigen Bearbeitung, viel gleichmäßiger und vorallem schmerzfreier laufen können. Nach diesen Erkenntnissen wagten wir uns auch an das lebende Exemplar und schnitten unter der Aufsicht von Fritz zwei Pferde aus. Auch hier konnten wir unsere Augen und Hände wieder schulen, denn jeder Huf schaut anders aus bzw. ist anders geformt. Dennoch gehören alle vier Hufe zum Pferd und sollten deshalb auch als eine sich gegenseitig ergänzende Einheit gesehen werden. Ein kluger Spruch lautet: Ohne Huf kein Pferd!

Insgesamt war dieser Tag wieder ein sehr erkenntnisreicher , mit vielen Informationen und anderen netten Teilnehmern. Ein zweiter, aufbauender Teil befindet sich derzeit in Planung; dieser wird sich vorllem mit der Hufrolle, Hufrehen und anderen Hufkrankheiten beschäftigen.

Teilnahme am Vortrag „TTouch für Haustiere“

Vor ein paar Wochen war ich Zuhörerin bei einem Vortrag, in dem es ganz allgemein um Tiere ging. Als Pferde-, Katzen- und Schildkrötenbesitzerin wollte ich schon länger wissen, wie man auch den nicht wiehernden Vierbeinern etwas Gutes tun kann. Da ich vor ein paar Jahren schon mal zwei Pferdekurse zum Thema Tellington (Körperarbeit und Bodenarbeit) besucht hatte, interessierte mich natürlich auch der Einsatz bei Kleintieren, u. a. Reptilien.

Referentin Astrid Huber lebt in Altmünster bei Gmunden und gibt in ganz Österreich Seminare über Tierkommunikation und TTouches. Sie lebte einige Jahre im Ausland und absolvierte auch in England ihre Ausbildung zum Tellington-Practitioner. Ihre Kunden sind vorwiegend Katzen und Hunde, aber auch größere und kleinere Tiere und deren Besitzer zählen zu ihrem Kundenkreis.
In dem von mir besuchten Vortrag, erklärte sie die Entstehung, Grundlagen und Wirkungen zur Tellington-Arbeit. Außerdem demonstrierte sie an uns Teilnehmern die feinen Abstufungen der Druckstärken und unterschiedliche Handgriffen.
Auch Zuhause wende ich bei meiner „Unfallkatze“ Eddy die sanften Berührungen an, ein paar Mal hatte ich sogar das Körperband* im Einsatz. Allerdings scheint mir dieses, aufgrund der kleinen Körperareale einer Katze, weniger praktikabel als beispielsweise am Pferd.

*Körperband: Ein elastisches Seil oder eine Bandage die in Form einer Acht um das Tier gelegt wird. Dies soll das Körperbewusstsein schulen und die Rezeptoren in der Haut stimmulieren.

Gastritis und Magengeschwüre beim Pferd

Aus gegebenem Anlass, gibt es im Moment ein Thema, welches meiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung findet: Gastritis bzw. Magengeschwüre beim Pferd. Die meisten von uns haben schon Studien darüber gelesen, dass je nach Quelle, ca. 60% der Freizeitpferde und ca. 80% der Sportpferde betroffen sind. So weit so schlecht, aber diese Informationen sind schnell aus dem Gedächtnis gedrängt, wenn man selbst keine Erfahrungen auf diesem Gebiet macht.

Es gibt mannigfaltige  Gründe für solch eine Erkrankung und die Symptome können sich lange Zeit sehr unterschwellig bzw. nur unauffällig äußern. Durchfälle, Kotwasser, Leistungsabfall, Widersetzlichkeiten oder Gewichtsabnahme werden häufig nicht konkret diesem Krankheitsbild zugeordnet. Doch Stress,  Ernährungsfehler, die Aufnahme von Toxinen, welche die Magenschleimhaut angreifen und den Magen in Folge empfindlich auf die Magensäure reagieren lassen, führen immer zu Schmerzen. Schmerz bedeutet für den Körper Stress und Stress sorgt für die Ausschüttung von Hormonen und beeinflusst die schmerzleitenden Nervenfasern. Ein Teufelskreis, den es so schnell wie möglich zu durchbrechen gilt: Die Selbstheilungskräfte des Körpers müssen aktiviert werden. Über den Behandlungsplan sollten sie mit dem Tierarzt ihres Vertrauens sprechen. Dieser wird ihnen erklären, ob eine medikamentöse Unterstützung angezeigt ist oder etwaige Gaben von speziellen Kräutern, eine umfassende Ernährungsumstellung (z. B. Heu ad libitum) oder verändertes Stallmanagement ausreichend sind. Häufig spielen aber mehrere Faktoren zusammen und müssen ergänzend angepasst werden. Auch können oftmals,  bei umfassender Bestandsaufnahme, verschobene Wirbel festgestellt werden. Durch die reiche Inervation in die Peripherie und dessen Verbundenheit mit den Organen, können Wechselwirkungen wie Magenprobleme entstehen.

Denken Sie deshalb bitte zweimal darüber nach, wenn ihr Pferd häufig einige der oben genannten Auffälligkeiten zeigt. Nicht jedes Kotwasser bedeutet gleich ein Magengeschwür; sollten aber die Syptome über einen längeren Zeitraum anhalten, ist es ratsam einen Experten hinzuzuziehen.